Andrea Will & Manuel Erzgräber

Sie schreibt über das, was die Stationen ihres Lebens (mittelhessische Provinz, dann ostisländische Einöde, dann Berlin) sie über die Welt und das Menschsein gelehrt haben. Den Münchnern gefiel, was Andrea Will zu sagen hat (Publikums- und Jurypreis des 22. Münchner Kurzgeschichtenwettbewerbs).

Er bricht sich mit zwei Jahren das Bein, mit sieben den Arm und mit 26 das Herz. Die Verzweiflung über die Erkenntnis, dass am Ende alles kaputt gehen muss, ist der Stoff, mit dem Manuel Erzgräber seine Geschichten baut. Meistens klingen sie, als würden der wütende alte Mann, der er einmal sein will und das staunende Kind, das er einmal war, ihm gleichzeitig diktieren, was er aufschreiben soll.

Kennengelernt haben sich die beiden im Studium ” Biographisches und kreatives Schreiben” in Berlin. Sie teilen eine Jugend in der hessischen Provinz, die Liebe zum Punkrock und den Eindruck, dass der Individualismus auch nicht immer so cool ist, wie er tut. Deshalb arbeiten sie jetzt gemeinsam an Texten. Ungefähr so wie eine Band, nur ohne Instrumente. Punkrock, versteht sich.