Stefan-Manuel Eggenweber

Stefan-Manuel Eggenweber, geboren 1992 in Wien, ist freischaffender Autor und Filmemacher. Mit seiner Kurzgeschichte „Die Eingeweide meines Sohnes“ gewann er 2016 den 21. Münchner Kurzgeschichten-Wettbewerb. Ebenfalls 2016 drehte er seinen ersten Kurzspielfilm „Vivien.Liebe.“, der unter anderem 2017 auf der Diagonale in Graz zu sehen war. Aktuell studiert er Moden & Styles an der Akademie der Bildenden Künste und Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien.

Sechs Gründe, warum ich nichts Ruhiges/Subtiles schreibe:
Das Ruhige/Subtile tarnt sich als anspruchsvoll, ist zu weit im Kanon des hohen Anspruches verankert, als dass es weiter reproduziert werden sollte.
Das Ruhige/Subtile ist in Wahrheit ziemlich beliebt, heißt versteckt kommerziell, damit verlogen.
Das Ruhige/Subtile geht indirekt und vorsichtig an Themen heran (was überdies oft mit einer bewussten und reflektierten Herangehensweise verwechselt wird), rühmt sich damit der Thematisierung ohne allerdings zu einer Aussage gelangen zu müssen. Es ist also feige.
Das Ruhige/Subtile ist langweilig.
Das Ruhige/Subtile ist unzugänglich. Wird dennoch oft gelesen, aber eher aus Schuldbewusstsein dem Mythos Kultur gegenüber. Anders kann ich mir das nicht erklären.
Das Ruhige/Subtile ist realitätsfern und romantisierend, nicht aber utopisch. Es lässt das Schreckliche nur erahnen, präsentiert aber gleichzeitig kein Gegenprogramm zu den so geschickt in den Hintergrund gerückten Problematiken.

  • 20:00 Uhr Konsulat für Kunst – easy!upstream
  • 21:00 Uhr Kult
  • 23:00 Uhr Schenkel Fiola Blechverformungen